Spannender Frühling in Zürich: 1 Schneemann, 26 Zünfte und Du.
Dein ultimativer Sechseläuten Guide mit spannenden Hintergrundinfos
Der Frühling steht vor der Tür und wir in Zürich wissen, wie man das gebührend feiert – mit der Verbrennung eines riesigen Schneemannes beim traditionellen Sächsilüüte oder auch Sechseläuten!
Dieses einzigartige, verrückte und für manche seltsam anmutende Frühlingsfest findet jedes Jahr am dritten Montag im April statt (mit wenigen Ausnahmen, siehe weiter unten). Es ist eine jahrhundertealte Tradition und ein fester Bestandteil der Zürcher Kultur und Geschichte. Wie wichtig dieses Fest ist, erkennst Du schon daran, dass dieser Tag in der Stadt Zürich (und nur da) ein offizieller, lokal geregelter, Feiertag ist.
In diesem Beitrag möchten wir Dir mehr über diese wunderbar verrückte Tradition erzählen und dir kurz und knapp die geschichtlichen Hintergründe erklären, damit Du bestens für Deinen Besuch vorbereitet bist.
Also mach dich bereit, um das Sechseläuten in Zürich zu erleben und sei Teil des wahrscheinlich aufregendsten Frühlingsfestes der Schweiz, das die Stadt Zürich in ein buntes und historisch lebendiges Spektakel verwandelt!

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Wann und wo findet das Sechseläuten statt?
Das offizielle Sechseläuten findet jedes Jahr am dritten Montag im April in der Altstadt der Stadt Zürich statt. Der Umzug der traditionellen Zünfte beginnt in der Bahnhofstrasse und endet auf dem Sechseläutenplatz beim Bellevue. Hier findet das grosse Finale, die Verbrennung des Bööggs, um Punkt 18Uhr statt. Es gibt aber noch ein paar Veranstaltungen am Wochenende vor dem Sechseläuten Montag, die Du nicht verpassen solltest. Quasi die Aufwärmphase, bevor es dem Schneemann an den Kopf geht.
Freitag: Ankunft des Gastkantons auf dem Lindenhof. Hier stellt sich jedes Jahr ein anderer Gastkanton aus der Schweiz mit einer Ausstellung und verschiedenen Erlebnissen das ganze Wochende über vor.
Samstag: Fest für Alle auf dem Lindenhof. Im Anschluss verschiedene Zunftveranstaltungen. Es lohnt sich am Abend durch die Altstadt zu laufen und bereits hier die tollen Kleider der Gäste vor den historischen Zunfthäusern zu bestaunen.
Sonntag: Kinderumzug durch die Stadt. Hier kannst Du erleben, wie das berühmteste Mitglied des Sechseläutens, der 3,4 Meter grosse Schneemann mit dem Namen Böögg, von 3’000 kostümierten Kindern auf den buchstäblichen Scheiterhaufen auf dem Sechseläutenplatz begleitet wird.
Montag: Eigentliches Sechseläuten mit Umzug der Zünfte, Verbrennung des Bööggs, vielen Festständen und mehr.
Die nächsten Termine für das Sechseläuten sind:
- Montag, 20. April 2026
- Montag, 19. April 2027
- Montag, 24. April 2028
- Montag, 16. April 2029
- Montag, 8. April 2030
Die detaillierte Route des traditionellen Umzuges, dem Zug der Zünfte, dem Kinderumzug am Sonntag davor und weitere Informationen zum Beispiel zum aktuellen Gastkanton findest Du auf der offiziellen Website.
Was kann ich beim Sechseläuten erleben?
Das Sechseläuten ist ein riesiges, traditionelles Volksfest in der Stadt Zürich.
Ab 15 Uhr triffst Du beim Umzug der Zünfte die knapp 3’500 Zunftmitglieder in Ihren historischen Kostümen, begleitet von Fahnen, Pferden, Wägen, Blumen und vielem mehr.
Um genau 18 Uhr wird der riesige Böögg auf dem Sechseläutenplatz angezündet. Ab jetzt heisst es mitfiebern und warten. Denn die Zürcher glauben: Je schneller der mit Feuerwerkskörper gefüllte Kopf der 3,4 Meter hohen Nachbildung eines Schneemannes explodiert, desto besser wird der Sommer.
Nachdem das Feuer abgebrannt ist, gibt es eine weitere Tradition. Das inoffizielle Grillfest. Jetzt kannst du deine mitgebrachte Cervelat in der Glut des Feuers Grillen.
Du hast vielleicht schon gemerkt: Das Zürcher Sechseläuten ist ein Fest für Gross und Klein, alle Sinne und vorallem dein Kameraobjektiv.

Was muss ich für meinen Besuch am Zürcher Sechseläuten beachten?
Das Sechseläuten findet bei jedem Wetter statt. Nimm zur Sicherheit eine Regenjacke oder einen Schirm mit.
Die Stadt wird super voll und nicht alle Strassen sind passierbar. Komme nach Möglichkeit mit dem Öffentlichen Verkehr oder parke ausserhalb.
Suchst Du ein Hotel in der Stadt Zürich? Schau dir hier unsere Hotelempfehlungen für die Stadt Zürich an.
Die besten Hotels in der Altstadt von Zürich:
Hotel Adler Zürich*
Top Tipp Preis Leistung
Im Herzen der Altstadt an der rechten Seite der Limmat und direkt an einem der schönsten Plätze Zürichs, dem Hirschenplatz*, gelegen. Das historische Haus wurde im 16. Jarhundert erbaut, die Zimmer sind aber top modern. Zudem befindet sich das bei Besuchern und Einheimischen beliebte Restaurant Swiss Chuchi im selben Gebäude.
Widder Hotel – Zurichs Luxury Hideaway*
The Leading Hotels of the World
Tolle Zimmer, herausragender Service und die perfekte Lage zwischen Bahnhofstrasse, Altstadt und dem Lindenhof machen dieses Luxushotel am wunderschönen Rennweg zu unserem absoluten Favoriten im High Class Bereich.
Münstergasse Zurich Old Town*
Perfekt für Familien oder Freunde
In dieser Ferienwohnung hast du alles, was du brauchst. Zudem liegt sie genial zwischen dem Wahrzeichen Zürichs, dem Grossmünster, der Limmat und dem Sechseläutenplatz.
Der Öffentliche Verkehr ist während dem Umzug der Zünfte in der Innenstadt nur eingeschränkt verfügbar. Beachte die Aushängeschilder vor Ort.
Da der Montag ein lokaler Feiertag ist, kann es sein, dass nicht alle Geschäfte regulär geöffnet sind. Verlege dein Shopping an der Bahnhofstrasse am Besten auf einen anderen Tag.
Die Geschichte hinter dem Sechseläuten. Warum machen die Zürcher das?
Die Geschichte des Sechseläutens, ist eine Kombination aus mehreren, bereits seit dem Mittelalter (und zum Teil davor) bekannten Traditionen. Die 3 wichtigsten Hintergründe möchten wir Dir hier kurz und knapp erklären:
- Zünfte
Der Begriff Zunft beschreibt eine Vereinigung von Handwerksmeistern oder Kaufleuten um Ihre gemeinsamen Interessen wie Rohstoffpreise, Löhne und Ähnliches zu regeln. Zünfte hatten einen grossen Einfluss im deutschsprachigen Raum vom ca. 14. bis zum 19. Jahrhundert. Man erkennt ihre Zugehörigkeit an Ihren Wappen und der Kleidung.
In der Schweiz und vorallem in Zürich, lebt die Tradition der Zünfte noch heute, denn allein in Zürich gibt es noch 26 aktive Zünfte. Diese Zusammenschlüsse dienen zwar nichtmehr dem ursprünglichen Zweck, dafür sind sie heute verantwortlich für das Bewahren von Brauchtum und Traditionen, wie beispielsweise dem Frühlingsfest Sechseläuten oder der Instandhaltung der wunderschönen Zunfthäuser entlang der Limmat.
Wenn Du mehr über die Zünfte Zürichs erfahren möchtest, empfehlen wir dir einen Besuch im Untergeschoss des Landesmuseums Zürich*.
Oder buche Dir hier eine private Walking Tour* in der kleinsten Metropole der Welt mit spannenden Hintergrundinformationen.
- Sechseläuten
Der Name «Sechseläuten» bedeutet “ Die Glocken, die um Sechs Uhr läuten”. Er leitet sich von einem Beschluss des Zürcher Statdrates aus dem 16. Jarhundert ab. Dieser bestand zu dieser Zeit übrigens ausschliesslich aus Zunftmitgliedern.
Der Beschluss besagt, dass am ersten Montag nach der Tagundnachtgleiche (Frühlingsanfang) die Glocken des Grossmünsters um 6 Uhr am Abend läuten sollten, um die Umstellung der täglichen Arbeitszeit zu verkünden. Diese dauerte nämlich in den Wintermonaten bis zum Einbruch der Dämmerung, also bis 5 Uhr Abends, im Sommer allerdings “nur” bis 6 Uhr obwohl es erst gegen 9 Uhr Abends dunkel wird.
Im Grunde war dies die Mittelalterliche Zeitumstellung von Winter auf Sommer, wie wir sie heute erst seit 1980 durch das Umstellen unserer Uhren um eine Stunde zurück kennen.
Du möchtest mehr über die Historie Zürichs erfahren? Schau dir hier die Nachtwächtertour an*.
- Der Böögg
Der Name Böögg ist ein mundartlicher Ausdruck in der Schweiz für eine vermummte oder verkleidete Gestalt, ähnlich dem Belzebub.
Die Tradition des Böögg Verbrennens entstand im ehemaligen Armenviertel Kratzquartier, dem heutigen Bereich zwischen Fraumünster und Bürkliplatz. Hier verbrannten die Jungen im Mittelalter zur Tagundnachtgleiche, also dem Frühlingsbeginn, mehrere Strohpuppen um den Winter auszutreiben. Die Strohpuppen wurden erst grölend durch die Strassen gezogen und später angezündet. Na, siehst du hier schon Parallelen?
Diese Tradition wurde bis ins späte 19. Jahrhundert, offiziell durch die Nachbarn Gesellschaft des Kratzquartieres am Bellevue organisiert, wobei die Strohpuppen wechselnden politischen Themen entsprechend angezogen waren.

- Fusion der Traditionen Von Damals bis Heute
Die Bevölkerung feierte das Läuten der Glocken seit jeher als Beginn des Frühlings und Teil der Fasnacht.
Bei den Zünften war lange Zeit nur eine Art Abendmahl bekannt. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden mehr und mehr Feste der Zünfte auf das Datum des Sechseläutens verlegt, bis schliesslich im frühen 19. Jahrhundert der erste Festumzug stattfand.
Die endgültige Verschmelzung der ursprünglichen Traditionen fand dann erst Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Abbruch des ehemaligen Kratzquartieres statt. Da die Nachbarn Gesellschaft durch den Abbruch aufgelöst wurde, kauften die Zünfte Ihnen das Recht ab, das Sechseläuten mit der Böögg Verbrennung am Bellevue zu organisieren.
- Der Kinderumzug entstand aus dem Umzug der Jungen aus dem Kratzquartier.
Aus dem Schreckgespenst Böögg wurde ein Schneemann, der den Winter symbolisiert. Der Platz am Bellevue wurde 1948 offiziell in Sechseläutenplatz umbenannt und seit der 700 Jahr Feier der Eidgenossenschaft wird jeweils ein Kanton der Schweiz als Gastkanton eingeladen.
Heute ist das Sechseläuten ein farbenfrohes Spektakel, das jedes Jahr tausende von Zuschauern anlockt. Das Highlight des Festes ist zweifellos der Umzug der Zünfte, bei dem hunderte von prachtvoll geschmückten Pferden und kostümierte Teilnehmer durch die Straßen der Altstadt ziehen. Der Höhepunkt des Festes ist die Verbrennung des heimlichen Stars, dem Böögg. Je schneller das Feuer den mit Feuerwerk gefüllten Kopf des Böögg erreicht und Ihn zum explodieren bringt, desto besser soll angeblich der Sommer werden. Ja, wir Zürcher glauben das, wir wetten sogar darauf.

Geheimtipp – Das musst Du gesehen haben
Wir hoffen, dass wir Dir mit diesem Beitrag die Traditionen rund um das berühmteste Frühlingsfest der Schweiz ein bisschen näher bringen konnten. Wenn Du den Beitrag bis jetzt gelesen hast sind wir überzeugt das Du echtes Interesse an unserer Heimatstadt Zürich und den dort vorherschenden Traditionen hast.
Deswegen wollen wir dir noch einen absoluten Geheimtipp für das Sechseläuten mit auf den Weg geben. Bereit?
Wusstest Du, dass es in der Altstadt Zürichs einen Brunnen gibt, aus dem man Wein trinken kann? Alle Informationen dazu und warum Du Ihn ausgerechnet am Vormittag des Sechseläuten Montags besuchen solltest, findest Du hier.
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